Aaaaaaaarrrrrrrrrgghhh! Klarmachen zum Schätze-Heben!

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Im kleinen Piratenloch Rockybeach fanden sich Mitte März 2014 alle wilden Bukanier und Freibeuter der sieben Pfadfindermeere zusammen. Vom jüngsten Deckschrubber bis zum erfahrenen Seebär war alles dabei.

Als wir uns an diesem Freitagabend nach längerer Zeit getrennter Seereise wieder in unserem Lieblingshafen-Landschlösschen trafen, musste dieses Wiedersehen natürlich erst einmal gefeiert werden. Bei Speis und Trank tauschten wir Berichte unserer aktuellsten Abenteuer aus und versuchten, die anderen mit unseren mehr oder weniger kreativen Freibeuter Outfits zu beeindrucken.           

Frisch aus den Kajüten gefallen übten wir uns am nächsten Morgen wieder einmal im möglichst wohlklingenden Piratenlieder-Grölen. Doch natürlich waren wir nicht bloß aus Spaß hier an Land gegangen: Wir mussten schließlich unsere erbeuteten Schätze vergraben! Dafür machten wir uns in zwei verschiedene Schiffsbesatzungen getrennt auf, um einen geeigneten Ort zu finden.

Mit einem Spaten in der Hand, unserem gut verpackten Schatz unterm Arm und einer bisher noch leeren Karte der Umgebung ausgestattet, verließen wir Rockybeach in verschiedene Himmelsrichtungen. Als wir dann schließlich den idealen Ort gefunden hatten, an dem unsere Beute versteckt werden sollte, machten wir uns also ans Graben. Jedoch ein rotes Kreuz auf der Karte zum Schatz wäre uns simpel gewesen: es sollte schon nicht so einfach sein! Also hinterließen wir Rätsel und Waldläuferzeichen, wage Umschreibungen und falsche Fährten.

Auf unserem Weg zurück nach Rockybeach mussten wir schließlich noch (mehrfach) eine riesige Seeschlange bezwingen und uns gegen eine wilde Seeräuberin behaupten, die uns anschuldigte, keine echten Piraten zu sein! Doch beide schlugen wir schnell in die Flucht. Die Seeräuberin betonte danach jedoch, wir würden alle an der unheilbaren Krankheit „Grips“ leiden…

Wieder an unserem Hafen angekommen, bereiteten die Jüngsten unter den Matrosen etwas ganz Besonderes vor, um die grimmigen alten Klabautermänner bei Laune zu halten: das Theaterstück von der wunderschönen Prinzessin, ihrer mutigen Zofe, dem bösen Piraten, der heimtückischen aber eigentlich doch ganz lieben Hexe, dem tapferen Helden und natürlich dem buckligen Kutscher. Es wurde ein voller Erfolg und brachte uns alle so sehr in Seeräuberstimmung, dass wir uns sogleich wieder zum Joho- und Lileoleo Oh Lolale- Singen unter Befehl der Chorkapitänin Judith einfanden.

Abends packte uns dann das Gold-Fieber: Die beiden Schiffcrews hatten natürlich mitbekommen, dass die anderen ebenfalls einen Schatz irgendwo vergraben hatten! Und wie durch ein Wunder fielen beiden Mannschaften auch die entsprechenden Schatzkarten dazu in die Hände. So zogen die Crews also abermals mit Spaten und Karte in den Wald, diesmal jedoch auch mit Fackeln, denn mittlerweile war die Dunkelheit über Rockybeach hereingebrochen. Wie sich jedoch schnell herausstellte, hatten beide ihren Schatz gut verborgen und die Karte half im seltensten Falle weiter. Sei es, weil die Fackeln unwiderruflich erloschen und Waldläuferzeichen in der Finsternis nicht sichtbar waren oder weil am Tage klar sichtbare Birken in der Nacht nahezu unsichtbar sind - beide Mannschaften wären verloren gewesen, hätten nicht so mancher Spion die Seiten gewechselt.

Am Ende zogen wir schließlich doch alle erfolgreich zurück, um die erbeuteten Schatztruhen zu plündern, und noch lange erschallten unsere wilden Lieder und Gesänge in die Nacht hinein.

           Joho, connect und ’ne Buddel voll Tschai!